Historische kern

Varaždin unterscheidet sich von anderen Städten durch ein außerordentliches Denkmal- und Kunsterbe und durch die bestens erhaltene und durch reichste barocke urbanistische Einheit. Neben der Altstadt befinden sich auf einem relativ kleinen Raum viele Paläste, Gebäude der verschiedenen öffentlichen Einrichtungen, wertvolle Häuser und Villen aus dem Barock, Rokoko, Klassizismus, Sezession und eines der ältesten europäischen Rathäuser.

Der Reichtum des sakralen Erbes erzählt Ihnen noch eine Geschichte von Varaždin als Stadt der Glocken, aber auch von Menschen, welche diese Stadt über Jahrhunderte gebaut haben. Und die Engel auf Altären, Wänden und Gemälden werden Ihnen durch ihre Güte für jeden Blick danken, den Sie ihnen schenken.

  • DIE PALAIS
  • BEDEUTENDE ÖFFENTLICHE GEBÄUDE
  • WERTVOLLE HÄUSER UND VILLEN
Palais Drašković

Schon im Jahr 1616 befand sich an der Stelle des heutigen Palais ein Haus im Besitz der Familie Drašković. In der heutigen Form wurde es in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts erbaut. Graf Franjo Nadasdy zog 1767 in das Palais ein, und Varaždin wurde Hauptstadt des Königreichs. In diesem Palais versammelte sich der Kroatische Sabor (Parlament), und seit 1767 war das Palais auch Sitz des Königlichen Statthalterrates. Am Steinportal befindet sich das vergoldete Wappen der Familie Drašković.

Palais Oršić

Aus dem Protokoll des Stadtmagistrats aus dem Jahre 1804 ist ersichtlich, dass Graf Erdödy (aus Novi Marof) an der Stelle ein Palais errichten wollte. Es wird angenommen, dass das Gebäude 1805 fertig gestellt wurde, was seine frühklassizistischen Charakteristiken, besonders das schöne Steinportal im klassizistischen Stil, bestätigen.

Ende des XIX. Jahrhunderts befand es sich im Besitz der Gräfin Paula Oršić, und die Varaždiner nennen es heute noch „Palais Oršić“.

Palais Patačić

Das nicht nur in Varaždin, sondern in ganz Kroatien wertvollste Rokokopalais wurde 1765 erbaut. In der großen Feuersbrunst im Jahre 1776 nahm es keinen wesentlichen Schaden. Während des XVIII. Jahrhunderts war es Heimstatt der Familie Patačić und Mittelpunkt des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Stadt.

Nach dem finanziellen Krach der Familie Patačić wechselte das Palais zahlreiche Besitzer und Verwendungszwecke. Während der gründlichen Erneuerung und Rekonstruktion Ende der neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurden sehr schöne Fresken gefunden, die ehemals als Dekoration dienten. Im ersten und zweiten Stock sind sie teilweise erhalten. Sie zeigen Szenen aus dem Leben vom Ende des XVIII. Jahrhunderts.

Über dem Steinportal befindet sich das „Göttliche Auge“, ein Symbol der Gegenreformation. Das Palais schmückt ein sehr schöner Erker mit Blick auf die Gundulićeva ulica, den Trg Kralja Tomislava und den Franjevački trg. Im Teil des Palais in der Gundulićeva ulica, den Varaždinern bekannter als Dućanska ulica (Ladenstraße), befindet sich das alte Aushängeschild „Schildkröte“, das einst einen Gemischtwarenladen anzeigte. Das Originalaushängeschild befindet sich im Stadtmuseum.

Im Hof des Palais gibt es sehr dekorative Holzbalken, die uns eine Vorstellung von Varaždin in der Mitte des XVIII. Jahrhunderts geben.

Palais Patačić-Puttar

Obgleich sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Palais der Südeingang in die Stadt befand, baute der Adel seine Palais erst Mitte des XVIII. Jahrhunderts außerhalb der Stadtmauern. Im Jahre 1745 verband der heimische Meister für den Grafen Patačić drei Einzelhäuser zu einem einstöckigen Eckgebäude mit Eckerker. Interessant ist, dass das Portal der einen Seite des Palais alle Merkmale des Spätbarocks hat, während das etwas später gebaute Portal an der anderen Seite bereits erkennbare Merkmale des Klassizismus aufweist.

Palais Sermage

Auf dem Trg Miljenka Stančića hat das Palais Sermage eine zentrale Position eingenommen. Dieses Palais ging durch Eheverträge von der Familie Prassinzky auf die französische Adelsfamilie Sermage über. Das Palais wurde 1759 im Rokokostil erneuert. An der Stirnseite des Gebäudes hebt sich ein Balkon mit Schmiedeeisengeländer hervor. Seit 1947 befindet sich in dem Palais die ständige Ausstellung der Galerie alter und neuer Meister. Zu den wertvollsten Gemälden zählt die Getreidemadonna aus dem 15. Jahrhundert, ein Gemälde aus der Rubensschule, und Ölgemälde aus der Schule Canalettos. Die meisten Bilder kamen nach dem II. Weltkrieg aus den umliegenden Schlössern hierher, und eine kleinere Zahl von Werken schenkte Stjepan pl. Leitner dem Museum.

Palais Sermage (17. Jahrhundert), Trg Miljenka Stančića 3
Tel. +385 42 214 172
Besichtigungszeit 40 Min., telefonische Gruppenanmeldung

Öffnungszeit:
Im Sommer (April – September): dienstags – sonntags 10-18 Uhr
Im Winter (Oktober – März): dienstags – freitags 10-17 Uhr, samstags und sonntags 10-13 Uhr
Montags und an Feiertagen geschlossen

Palais Erdödy

Mit der Ausdehnung der Stadt außerhalb der Stadtmauern in den sechziger Jahren des XVIII. Jahrhunderts wurde auf dem größten Platz der Stadt, dem Kapucinski trg, das Palais Erdödy im theresianischen Stil errichtet. Im Jahre 1850 erhielt es für den Bedarf der „Kapucinska vojarna“ (Kaserne) einen Anbau. Nach dem II. Weltkrieg wurde im Palais das Heim der Jugoslawischen Volksarmee untergebracht und erfuhr eine beträchtliche Devastierung, vor allem wurde das Wappen der Grafen Erdödy zerstört, das sich über dem Portal befand. Heute wird das Palais angemessener genutzt – als Musikschule.

Palais Hertzer

Das klassizistische Palais Herczer wurde 1791 erbaut. Am Steinportal ist das Wappen der Familie Herczer eingemeißelt, die im XVIII. Jahrhundert dank der Postgeschäfte eine der reichsten Familien wurde und den Adelstitel kaufte. Im Palais Herczer befindet sich heute die Entomologische Sammlung des Varaždiner Gymnasiallehrers Franjo Košćec. Die Košćec-Sammlung wird als ständige Ausstellung unter dem Titel Welt der Insekten präsentiert, die Ende der 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erneuert wurde. Nach Meinung der Fachleute und Besucher ist es die schönste ihrer Art in Europa. In den Themen: Im Wald, Am Wald und auf der Wiese, Im Wasser und am Ufer, Nacht und in der Erde, wird an etwa 4500 Exponaten die Biologie der Insekten anschaulich dargestellt. Ausgestellt sind entomologische Präparate, Dermopräparate von Wirbeltieren, herbarische Pflanzenbeispiele, vergrößerte Insektenmodelle, Fotografien und verschiedene Gegenstände aus dem Nachlass von Prof. Košćec, darunter Hilfsmittel zur Bearbeitung seiner Sammlungen, die er selbst erfunden und hergestellt hat. In einem Teil der ständigen Ausstellung sind auch die anderen Varaždiner Naturwissenschaftler vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts präsent. Ein Raum ist als Arbeitszimmer von Prof. Košćec eingerichtet.

Palais Hertzer (18. Jahrhundert), Franjevački trg 6
Tel. +385 42 658 760

Palais Keglević

Mit dem Nachlassen der Türkengefahr dehnte sich die Stadt langsam auch außerhalb der Stadtmauern aus. Eines der ersten Adelspalais außerhalb der Mauern und Schanzen ist das im XVII. Jahrhundert erbaute Palais Keglević gegenüber dem Bollwerk der Burg. Seine heutige Gestalt erhielt es im Jahre 1775 durch Umbauten im Rokokostil. Heute befindet sich die Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste – Institut für wissenschaftliche Arbeit in Varaždin im Palais.

Palais Nitzky

Dieser Palast aus dem Spätbarock, auf dem derzeitigen Trg bana Jelačića, wurde Ende des 18. Jahrhunderts gebaut. Er war Eigentum der reichen Händlerfamilie Nitzky.

Palais Tomassi

Der Baron Stjepan Josip Patačić übergab dieses Haus dem Rat und dem späteren Präsidenten des Landesgerichtes Juraj Petković. Diese Familie verkaufte es später an die Familie Tomassi, welche in Varaždin ein Gewandhaus besaß, und im erweiterten Teil des Palastes fanden auch die ersten Kinovorstellungen in der Stadt statt.

Palais der Varaždiner Gespanschaft

Das Palais der Varaždiner Gespanschaft wurde 1768. im Rokokostil erbaut und im großen Brand zerstört. Nach einigen Erneuerungen verlor es seine ursprünglichen Stilmerkmale.

Nach großen im Jahre 2001. begonnenen restauratorischen und konservatorischen Eingriffen wurde es wieder in seinen Originalzustand gebracht. Heute ist das Palais erneut Sitz der Varaždiner Gespanschaft. Im Giebel des Gebäudes befindet sich ein Wappen, das Königin Maria Theresia im Jahre 1763. als Wappen der Varaždiner Gespanschaft bestimmt hat.

Das Gebäude des Zagreber Kapitels

Das Gebäude des Zagreber Kapitels (Kaptol) gehört zur Palais-Gruppe aus dem XVIII. Jahrhundert und gilt als beste architektonische Verwirklichung jener Zeit. Dieses Palais ist einstöckig mit außerordentlichem gemeißeltem Steinportal und Schmuckfassade. Es wurde in der zweiten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts erbaut. Im ersten Stock befindet sich ein Saal, dessen Decke stuckverziert ist. Die Außenansicht ist aus dem XVIII. Jahrhundert erhalten geblieben.

Der Lisak-Turm

Die freie und königliche Stadt Varaždin hatte ihre Mauern und Schanzen. Im Unterschied zu den Mauern der Burg sind die Stadtmauern gefallen (zum größten Teil Anfang des 19. Jahrhunderts). Der einzige Überrest der Stadtbefestigung ist das im 16. Jahrhundert gebaute Nord- oder Wiener Stadttor, heute bekannt als Lisak-Turm (der Händler Lisak war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Besitzer des Turms).

Der Lisak-Turm befindet sich auf dem Trg bana Jelačića oder populärer auf dem „Banus-Platz“. Der einst weiträumige und schön hergerichtete Platz ist heute in einen Blumen- und Parkplatz verwandelt. Von diesem Platz aus zog Ban Josip Jelačić 1848 mit 50.000 Soldaten über die Drau in den Krieg gegen die Ungarn.

Palais Zakmardy

Das ehemalige „Zakmardy-Seminar“ wurde 1669 als Unterkunft für Arme und Schüler des Jesuitengymnasiums gebaut. Der Protonotar des Dreieinigen Königreichs, Ivan Zakmardy de Diankovec, ließ es errichten. Von 1668 bis 1672 bauten es die Varaždiner Baumeister Jakob und Blaž Jančić nach den von den Jesuiten erhaltenen Plänen. Wegen seiner Verschiedenartigkeit ist es ein außergewöhnliches Werk des kroatischen Barock.

Das Rathaus

Der Sitz der freien und königlichen Stadt Varaždin befindet sich im Rathaus, das den städtischen Hauptplatz Trg kralja Tomislava dominiert. Der Besitzer der Burg, Juraj Brandenburg, schenkte den Varaždinern im Jahre 1523 das erste Steinhaus und es wurde Sitz des städtischen Magistrats bzw. Gerichts, den Vorläufern des heutigen Bürgermeisteramtes. Im Laufe der Jahrhunderte hat das Rathaus sein Aussehen geändert. Nachdem das alte Rathaus 1776 im Feuer verbrannt war, erhielt es seine heutige Form mit dem Turm in der Mitte im Jahre 1791.

Das Rathaus schmückt ein Balkon, über dem sich das steinerne Wappen der Stadt Varaždin befindet. Dieses wurde 1464 von König Matija Korvin als amtliches Wappen der Stadt bestätigt, und seitdem ist es unverändert. Am Turm über der Uhr befindet sich ein Anzeiger der Mondphasen.

Im Salon des Rathauses ist eine Memorialsammlung des Malers Miljenko Stančić untergebracht. Die Sammlung kann nur bei vorheriger telefonischer Anmeldung beim Stadtprotokoll besichtigt werden: Tel. 042 402 508. Die Sammlung umfasst 22 Bilder von Miljenko Stančić.

Das Bischofspalais

Das einstöckige, monumentale und repräsentative Eckgebäude im spätklassizistischen Stil ließ Marija pl. Horvat im Jahre 1851 erbauen. Sie hinterließ es testamentarisch der Stadtgemeinde Varaždin zur Schaffung einer Stiftung für die Gründung eines Findelhauses. Heute dient es als Sitz des Bistums.

Erste städtische Grundschule "NORMALSKA ŠKOLA"

Im Jahre 1779 stand an dieser Stelle das kleinere ebenerdige Gebäude der ersten städtischen Grundschule. Im Jahre 1842 wurde daraus aufgrund der Initiative des Stadtrichters Franciscus Rizmann ein repräsentatives zweistöckiges Eckhaus, das schönste und harmonischste klassizistische öffentliche Gebäude jener Zeit mit hervorgehobener Inschrift „Zum Wohl und Nutzen des Wissens“.

Das Gebäude des I. Gymnasiums

Das neue historizistische Gebäude des Varaždiner Gymnasiums errichtete im Jahre 1870 der Wiener Baumeister W. Weiner mit Varaždiner Handwerkern nach den Plänen von H. Neumann. Diese angesehene Schule besuchten viele bekannte Persönlichkeiten, die in Kroatien, aber auch in der Kultur, der Wissenschaft und dem geistigen Erbe weltweit eine bedeutsame Spur hinterlassen haben, wie beispielsweise: Ljudevit Gaj, Vatroslav Jagić, Franjo Rački, Ksaver Šandor Gjalski, Ivan Kukuljević, Gustav Krklec, Miljenko Stančić, Ruža Pospiš Baldani und viele andere. Heute gibt es in Varaždin noch zwei andere Gymnasien, die zahlreichen internationalen Bildungsinstitutionen und Projekten angeschlossen sind.

Das Gebäude der Nationalbank

Das freistehende monumentale Jugendstilgebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts nach dem Projekt des Budapester Architekten Hubert für die Nationalbank gebaut. Ausgeführt wurde der Bau vom Varaždiner Baumeister Valent Morandini.

Das Kroatische Nationaltheater

Nach Abreißen der Stadtmauern und Aufschütten des Grabens im XIX. Jh. wurden anstelle des ehemaligen Kanals öffentliche Gebäude errichtet. Am Südeingang in die Stadt befindet sich das 1873 im historizistischen Stil erbaute Gebäude des Kroatischen Nationaltheaters. Die Bauprojekte fertigte der bekannteste mitteleuropäische Theaterbauer, der Wiener Architekt Hermann Helmer an. Am 25. September 1873 fand die erste Aufführung statt mit dem Drama „Poturica“ von Ivan Kukuljević Sakcinski in kroatischer Sprache. Dieser berühmte Wiener Architekt verliebte sich während des Baus und wurde etwas später Varaždiner Schwiegersohn. Vielleicht zeichnet sich wegen dieser Liebesgeschichte das Varaždiner Theater von außen durch angenehme Harmonie aus, und das Interieur lässt zweifelsohne Leidenschaft und Lebensgenuss erkennen. Auf jeden Fall ist dieses außergewöhnliche Gebäude ein Haus für Menschen, die parallele Wirklichkeiten schaffen. Man kann in ihm noch immer den bürgerlichen Charme des alten Varaždin genießen.

Im Theatergebäude befinden sich die Stadtbibliothek und der Lesesaal „Metel Ožegović“ sowie das Konzertbüro der Stadt, das u.a. Organisator der Varaždiner Barockabende ist.

KNT (19. Jahrhundert), A. Cesarca 1
KNT: +385 42 212 166, www.hnkvz.hr
Konzertbüro: +385 42 212 907, www.koncertni-ured.com.hr
Bibliothek: +385 42 212 767, www.knjiznica-vz.hr

Das Postgebäude

Ein repräsentatives freistehendes Gebäude, das der Varaždiner Baumeister Julije Willert 1902 im historizistischen Stil für das Königliche Post- und Telegraphenamt erbaut hat.

Hotel ISTRA

Die ehemalige Gastwirtschaft „K divljem čovjeku“ / „Zum wilden Mann“ verwandelte der Gastwirt Novak im Jahre 1912 durch Umbau in das erstklassige und weithin bekannte „Grand-Hotel Novak“. Das einstöckige Jugendstileckhaus behielt seinen ursprünglichen Verwendungszweck bei, erhielt jedoch 1945 den Namen „Hotel Istra“.

Kukuljevićeva 6
tel. +385 42 659-659
fax. +385 42 659-660
www.istra-hotel.hr, info@istra-hotel.hr

Der Bahnhof

Mitte des 19. Jahrhunderts war Varaždin von allen vier Seiten eingerahmt von Eisenbahnstrecken, blieb aber selbst ohne jede Eisenbahnverbindung mit dem übrigen Kroatien und der Welt. Die Bemühungen der Stadt (durch Aktienanteile, kostenlose Zuteilung von Grundstücken für den Bahnhof und die Trasse durch Varaždin, Bereitstellung der Ziegel für den Bau) trugen Früchte und der Bau der Strecke Čakovec-Varaždin – Zaprešić-Zagreb begann 1895. Seit der Zeit ist Varaždin über Čakovec und Zagreb durch den Eisenbahnverkehr mit den übrigen Teilen Kroatiens besser verbunden, was der stärkeren Industrialisierung der Stadt Tür und Tor öffnete. Das Bahnhofsgebäude wurde vom Architekten Valent Morandini geplant. Er baute 1908 an das alte historische, erdgeschossige Gebäude aus dem Jahr 1886 zwei einstöckige Seitenrisalite monumentaler Dimensionen mit Jugendstilmerkmalen, die für sein Opus charakteristisch sind, an.

Haus Ritz

Bei der Hausrenovierung wurden im Erdgeschoss Renaissancebögen gefunden. Unter der Vorhalle ist ein steinernes Eingangsportal mit dem eingemeißelten Monogram I.A. – Andreasa Italusa de Argenta, eines Varaždiner Goldschmieds aus dem 16. Jahrhundert, bzw. aus dem Jahr 1540 erhalten geblieben. Das Haus wird nach dem einstigen Eigentümer Ritz genannt, der Anfang des vergangenen Jahrhunderts hier ein Kaffeehaus hatte. Im Haus befindet sich heute eines der städtischen Kaffeehäuser.

Wegen der häufigen Namensänderungen des städtischen Platzes (im Durchschnitt alle 20 Jahre) ist zahlreichen Varaždinern wahrscheinlich der amtliche Name des allen als Korso bekannten städtischen Hauptplatzes nicht bekannt. Im 16. Jahrhundert wurde er Zentrum der Stadt. Der Korso ist sicher einer der Orten, für die gilt: „Sehen und gesehen werden“ und auf jeden Fall ein sehr angenehmer Ort, die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf einer der Terrassen zu erhaschen.

Das Padovec-Geburtshaus

Das Sträßchen, das vom Ursulinenkloster bis zum Trg Miljenka Stančića führt, ist das beste Beispiel einer Bürgerstraße. Das Ambiente, die Ruhe und Entspanntheit des städtischen Pulses ist am besten in der Straße Ivan Padovec während der winterlichen Dämmerung oder an einem Frühlingsmorgens spürbar. In der Nummer 3 wurde Ivan Padovec geboren und lebte hier, ein Komponist und Erfinder der Gitarre mit zwei Hälsen. In der Kindheit verlor er ein Auge und mit 48 Jahren erblindete er völlig. Seine Gitarrenkonzerte gab er in Wien, Brünn, Prag, Graz, Budapest, Hannover, Hamburg und London.

Im selben Haus lebte der Maler Ivo Režek.

Im Geburtshaus von I. Padovec befinden sich heute der Tourismusverband der Stadt Varaždin und das Touristische Informationszentrum.

Tel. +385 4 210 987, 210 985

www.tourism-varazdin.hr, info@tourism-varazdin.hr

Villa Müller - Bedeković

Der Varaždiner Stadtphysikus Dr. Vilim Müller, der im Bereich des ehemaligen südlichen Grabens einen Stadtpark bzw. Spazierweg gründete und einrichtete, baute sich 1827 eine Villa als Heimstatt. Im Jahre 1874 gestaltete Ban Koloman Bedeković sie im klassizistischen Stil um.

Dr. Wilim (Wilhelm) Bernhard Müller, geboren 1785 in Deutschland, kam 1820 nach Varaždin. Er war Stadtphysikus und arbeitete 40 Jahre lang als Arzt in Varaždin. Der gesellschaftlich außerordentlich aktive Dr. Müller regte außer dem Park die Pflasterung der Straßen im Stadtzentrum an, begann den Bau der Kanalisation, es wurde die Straßenbeleuchtung mit Öllampen eingeführt und Alleen gepflanzt. Er lebte gegenüber dem heutigen Park in der Cesarčeva ulica. Im Haus eröffnete er ein öffentliches Bad, und er hatte eine Zichorienfabrik in der benachbarten Anina ulica. Er starb am 27. März 1863 in Varaždin. Die dankbaren Bürger errichteten in der Mitte des Parks ein Denkmal, einen bildhauerisch bearbeiteten Steinbrocken, das Werk von Mile Vud, mit einer Gedenkplatte, die dem Gründer des Parks, Dr. Müller, gewidmet ist.

Haus Mekovec

Dieses einstöckige Gebäude war ehemals Bestandteil des Palais Batthiặny am Trg kralja Tomislava 7. In seinen Grundzügen ist es barock mit späteren klassizistischen architektonischen Elementen.

In ihm befindet sich das alte Varaždiner Theater mit großem Redoutensaal, in dem Bürgerfeste und Theateraufführungen stattfanden.

Bürgerhaus in der Gajeva ulica

Ein typisches Varaždiner barockes Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert, dessen Erdgeschoss ein barockes Stuckmedaillon mit Freske der hl. Katharina von Alexandrien, der Verlobten Christi und Schutzpatronin für Bildung und Lernen, mit den Symbolen ihres Märtyrertums, schmückt.

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