Ein Glockenturm

Pfarrkirche St. Nikolaus

Auf den Fundamenten einer romanisch-gotischen Kirche wurde 1761 diese, dem Schutzpatron der Stadt Varaždin, dem Hl. Nikolaus geweihte barocke Pfarrkirche gebaut. An dem einzigartigen für das kontinentale Kroatien unüblichen Kirchturm befindet das Wappen der Stadt Varaždin aus dem Jahr 1464. Oberhalb des Wappens ist ein Überrest der ehemaligen Kirche mit einem interessanten Detail zu sehen – einer steinernen Bärin. Seinerzeit gab es am Turm ein Geländer, denn er diente als Feuerbeobachtungsturm. Die die Kirche umgebende Baumallee kennzeichnet den Friedhof, auf dem die Varaždiner bis Ende des 18. Jh. begraben wurden. In einer Turmnische befindet sich die Statue des Hl. Florian, der in Varaždin oft anzutreffen ist.

Adresse: Trg slobode 1
Telefon: +385 42 212 412

Gottesdienste: werktags: 8.30, 18.00 (im Sommer 19.00); sonn- und feiertags: 10:00; 11:00; 18:00 (im Sommer 19:00)

Domkirche

Die Kirche wurde Mariä Himmelfahrt gewidmet und bildet den mittleren Teil des Jesuitenkomplexes, der außerdem noch Gymnasium und Konvikt umfasst. Der gesamte Komplex wurde im 17. Jh. errichtet. Der Baumeister war Juraj Matoti und die Bauarbeiten begannen 1642 und wurden 1656 abgeschlossen. Der Komplex wurde im selben Jahr geweiht. Der Kirchturm mit der charakteristischen Zwiebelhaube wurde zwanzig Jahre später beendet. Das endgültige Aussehen bekam die Kirche im 18. Jh. Nach den Jesuiten übernahmen die Pauliner die Kirche, dann das Kapitel aus Čazma. Seit 1997 ist sie Domkirche des neu gegründeten Bistums Varaždin.

Im Dom findet traditionell das Festival der Barockmusik statt, das unter dem Namen Varaždiner Barockabende bekannter ist.

Die Kirchenfassade wurde als Triumphbogen mit Pfeilern, Giebel und Nischen aufgegliedert. In der Hauptnische steht eine Marienstatue aus dem 17. Jh. Darunter befindet sich das Wappen der Familie Drašković, des Hauptförderers des Jesuitenordens und der Kirche. Der Hauptaltar ist mit seinen Maßen 11 x 14 m der größte in Varaždin. Die den ganzen Altar tragenden Säulen ahmen ganz im Stile des Barock Marmor nach, sind aber, wie der gesamte Altar, aus Holz. An der Spitze des Hauptalters ist die heilige Dreifaltigkeit dargestellt. Über dem Tabernakel mit der Reliefdarstellung des letzten Abendmahls befindet sich ein repräsentatives Gemälde, das Werk eines unbekannten Barockautors, mit dem Thema „Mariä Himmelfahrt“.

Der Dom hat sechs Kapellen, jeweils drei auf jeder Schiffseite. Die erste Kapelle wurde dem Hl. Franz von Xaver gewidmet und ist reich mit Gemälden und einer Plastik verziert, die das Leben und die Verdienste dieses Heiligen darstellen. In der zweiten Kapelle gibt es keinen Altar, nur Gemälde, die den Märtyrertod einer Heiligen und Ignatius von Loyola, den Gründer des Jesuitenordens, darstellen. Die dritte Kapelle beherbergt ein sehr gutes Barockgemälde eines unbekannten Autors, welches Jesus, den Herrscher der Welt, darstellt. Hier gibt es auch noch ein Gemälde der Mariä Himmelfahrt.

Links vom Kirchenschiff ist die erste Kapelle, die dem Altarraum am nächsten ist, Ignatio von Loyola gewidmet. An den Seiten sind die Statuen der Heiligen Fabian und Sebastian zu sehen. In der zweiten Kapelle links befindet sich das Gemälde des Hl. Franz von Serafin. Die dritte Kapelle – Kapelle der Familie Drašković – trennt ein schönes Schmiedeisengeländer vom übrigen Kirchenraum. Die Kapelle enthält einen reich mit Gold verzierten Altar des Hl. Kreuzes. Außer der Darstellung des Opfers am Kreuz sind hier noch fünf Statuen zu sehen: Veronika, Barbara, Maria, Johanna und Maria Magdalena.

Neben dem Dom wurde das Kloster gebaut. Nach dem Verbot des Jesuitenordens und später der Pauliner diente das Kloster verschiedenen Zwecken. Heute ist in ihm die Fakultät für Organisation und Informatik untergebracht. Außer dem Gebäude selbst sind die Fresken und Stuckornamente im Treppenhaus das einzige, was aus der Zeit der Errichtung erhalten geblieben und von der Straße aus sichtbar ist.

Die Jesuiten schlossen ihren Komplex mit dem Bau des Gymnasiumsgebäudes ab. Am Anfang war das ein Holzgebäude, das 1651 durch ein einstöckiges Eckgebäude ersetzt wurde. In diesem Gebäude ist heute das bischöfliche Ordinariat untergebracht.

Die Jesuiten gründeten das Gymnasium nach ihrer Ankunft in Varaždin. Das Gymnasium nahm seine Arbeit 1636 auf. Es ist das drittälteste Gymnasium in Kroatien nach Rijeka und Zagreb. Das Gymnasium wurde durch die Jahrhunderte zu einem der Symbole der Stadt.

Adresse: Pavlinska 4
Tel. +385 42 210 688

Gottesdienste: werktags: 7:30; 9:00; 18:00 (im Sommer – 19:00); sonn-und feiertags: 7:30; 9:00; 11:00; 18:00 (im Sommer – 19:00);

Kapuzinerkloster und -kirche

Auf dem geräumigen gleichnamigen Platz befinden sich die Kapuzinerkirche und das Kloster. Der Kirchenbau wurde 1701 begonnen und 1705 abgeschlossen. Die Kirche war der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Die Kapuzinerkirche und das Kloster wurden im strengen und einfachen Stil gebaut, der für die Klosterkirchen des Ordens typisch war. Auch das kleine Holztürmchen ist erhalten geblieben. Es ist interessant, dass die Franziskaner, die genauso wie die Kapuziner nur von den zur Saat- und Erntezeit gesammelten Gaben (Almosen) lebten, gegen die Ankunft der Kapuziner waren, weil sie geringere Einkünfte fürchteten. Deshalb versuchten sie vom Papst ein Verbot der Ankunft der Kapuziner in die Stadt zu erwirken. Nach zahlreichen Unmutsäußerungen im ganzen Königreich und den Beschlüssen des kroatischen Parlaments bekamen die Kapuziner nach zwei Jahren doch die Erlaubnis für die Gründung des Klosters in Varaždin.

Adresse: Kapucinski trg 7
Tel. +385 42 213 550

Gottesdienste: werktags: 7:00; 8:30; 19:00; sonn-und feiertags: 6:30; 8:30; 10:00; 12:00; 17:00;

Ursulinenkloster und Kirche der Geburt Christi

Nach den Kapuzinern kam der vierte Klosterorden nach Varaždin: die Ursulinen. Die Ursulinen kamen 1703 auf Einladung und mit Hilfe der Gräfin Magdalena Drašković. Die Tochter der Gräfin war nämlich im Ursulinenkloster in Bratislava. Da zu jener Zeit die katholisch-protestantischen Kriege wüteten, lud die Gräfin, besorgt um das Wohlergehen ihrer Tochter, die Ursulinen nach Varaždin ein. 1707 bauen die Ursulinen eine schöne Kirche und kurz darauf eröffnen sie die erste Mädchenschule. Der schönste Kirchenturm in Varaždin, jener der Ursulinenkirche, wurde 1726 erbaut. Die Kirche ist der Geburt Christi geweiht.

Adresse: Uršulinska 3
Tel. +385 42 211 808

Gottesdienste: werktags: 7:00; sonn-und feiertags: 8:00; donnerstags: 19:30, Anbetung; jeden 8. im Monat: 18:00

Kirche St. Florian

Wegen zahlreicher Brände bauten die Varaždiner schon 1669 außerhalb der Stadtmauern eine Votivkirche, die dem Hl. Florian, dem Schutzpatron gegen Feuergefahr, geweiht war. Sie wurde im großen Brand zerstört und das heutige Aussehen bekam sie 1777 im Rokokostil mit einer sehr schönen Frontfassade. Neben der Kirche wurde das Varaždiner Xenodochium (städtische Armenhaus) errichtet.

Adresse: Vladimira Nazora bb
Gottesdienst: sonn- und feiertags: 8:00 Uhr

Franziskanerkirche und -kloster

Die Franziskaner wurden in Varaždin bereits im 12. Jh. erwähnt. Im 17. und 18. Jh., zur Zeit der Gegenreformation und der späteren Aufklärungszeit, erlebte Nordwestkroatien das Aufblühen der monumentalen Sakralarchitektur. Zu jener Zeit wird die Franziskanerkirche gebaut. Der Bau begann 1650 und die Kirche wurde 1657 geweiht. Die Kirche weist alle Merkmale der Frühbarockarchitektur und im Grundriss Ähnlichkeit mit der Franziskanerkirche in Wien auf. Der Baumeister war Peter Rabba aus Graz. Ihr Turm ist mit 54,5 m der höchste Kirchturm der Stadt. Eine besondere künstlerische Attraktion dieser Kirche stellt die Kanzel dar, die ein Meisterwerk des Manierismus ist, mit reicher Ornamentik und einer ganzen Reihe von Skulpturen, die Apostel und Franziskaner darstellen. Die Kanzel entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jh., wahrscheinlich sofort nach dem Brand, welcher 1665 die Kirche ziemlich beschädigte.

Neben dem Kloster befand sich ein Gebäude, in dessen Erdgeschoss sich die ehemalige Franziskanerapotheke befand, deren Gewölbe vom bekanntesten Barockkünstler in Kroatien, dem Pauliner Ivan Ranger, bemalt wurde.

Das Franziskanerkloster entstand an der Stelle der ehemaligen Holzkirche und des Hospizes, welches die Johanniter (Ritterorden des Hl. Johannes) während der Kreuzzüge gegründet hatten. Als sie sich vor Angriffen der Mongolen in ihre Festung Bela bei Varaždin zurückzogen, kamen in der zweiten Hälfte des 13. Jh., nachdem die Mongolengefahr vorüber war, die Franziskaner an ihrer Stelle in die Stadt.

Am Platz vor dem Kircheneingang steht die Bronzestatue des Georg von Nin. Das Denkmal ist ein Werk des berühmten kroatischen Bildhauers Ivan Meštrović. Den Platz für das Denkmal wählte der Bildhauer persönlich und die Statue wurde 1932 aufgestellt. Sie war eigentlich für Split gedacht, aber die Maße waren zu klein, so dass sie gerade hierher passte, obwohl zu Lebzeiten des Bischofs Georg von Nin Varaždin höchstwahrscheinlich nicht einmal existierte.

An der Südmauer der Kirche befindet sich die Sonnenuhr, die an sonnigen Tagen die genaue Zeit zeigt. Dabei muss man im Sommer berücksichtigen, dass unsere Uhren um eine Stunde vorgestellt sind.

Adresse: Franjevački trg 8

Tel. +385 42 213 166

Gottesdienste: sonn- und feiertags: 6, 7, 8, 9, 11 und 18:30 Uhr; werktags: 7, 8 und 18:30 Uhr; am ersten Freitag und Samstag im Monat: 7, 8, 9 und 18:30 Uhr; Juli und August – sonntags und feiertags: 7, 9, 11 und 18:30 Uhr

Kapelle St. Rochus

Im Süden der Stadt, gegenüber dem VARTEKS-Stadion befindet sich die Kapelle des Hl. Rochus. Als 1712 im benachbarten Ungarn die Pest ausbrach, gelobten die Varaždiner, dass sie dem Hl. Rochus eine Kapelle bauen werden, wenn dieser Heilige ihnen bei Gott den Schutz vor der Pest erwirkt. Da Varaždin tatsächlich von der Pest verschont blieb, bauten die Varaždiner 1715 die Kapelle und weihten sie dem Hl. Rochus.

Adresse: Zagrebačka bb

Tel. +385 42 213 550

Gottesdienst: sonntags: 7:00 Uhr

Kirche St. Veit

Unweit des Kapuzinerklosters befindet sich die St.-Veits-Kirche, eine der ältesten der Stadt. Angeblich existierte sie bereits im 13. Jh. als Pfarrkirche. Das heutige Aussehen bekam sie 1779, als die Vorgängerin im Brand zerstört wurde. Um die Kirche, aber auch in der Krypta gab es Gräber. Das letzte Begräbnis fand 1839 statt.

Adresse: Trg sv. Vida
Tel. +385 42 213 550

Gottesdienst: werktags: 7:30 Uhr

Kapelle St. Fabian und Sebastian

Am Westeingang in die Stadt befindet sich die Kapelle der Hl. Fabian und Sebastian. Die Pest erreichte 1682 die Umgebung der Stadt und in der Stadt herrschte große Panik. Der Stadtrat beschloss dann, den Heiligen Fabian und Sebastian eine Kapelle zu bauen, wenn die Pest nicht in die Stadt käme. Und tatsächlich wurde Varaždin weitgehend von der Pest verschont und die Varaždiner begannen mit dem Bau der Kapelle. Die Kapelle wurde 1688 gebaut und das heutige Aussehen erhielt sie um 1800.

Adresse: Optujska bb
Tel. Pfarramt in V. Gortana 53- +385 42 332 015

Gottesdienst: werktags: 18:00 (im Sommer 19:00)

Kirche St. Joseph

Nach nahezu 200 Jahren wurde erstmals wieder eine Kirche in Varaždin im neuen Stadtviertel Banfica gebaut. Die Kirche wurde als moderne Rundhalle gestaltet. An der Ostseite befinden sich der den Gläubigen zugewandte Altartisch, der Altarschrein auf dem Postament und das Altarrelief an der Wand. Links vor dem Altar steht das Taufbecken und rechts der Ambon für Lesungen. Ganz rechts ist ein erhöhtes Podium für Sänger. Das Pfarramtsgebäude liegt östlich von der Kirche und das Pastoralzentrum wird westlich von der Kirche gebaut. Die Kirche wurde 1995 geweiht.

Adresse: Dravska 3; Banfica- Varaždin
Telefon: +385 42 230 742

Gottesdienst: werktags: 17:00 (im Sommer- 18:30); sonn-und feiertags: 8:00; 10:30; 17:00 (im Sommer 18:30);

Die Kirche des guten Hirten

Die jüngste Varaždiner Kirche wurde 2007 geweiht. Die Kirche zieren monumentale Skulpturen, ein Werk des Varaždiner akademischen Bildhauers Nikola Šanjek. Alle Skulpturen wurden aus Reparaturstein, dem sog. Vinzit, gemacht. Der Stein stammt aus der Varaždiner Gegend, damit er im selben Klima bleibt und so die Qualität beibehalten wird. Die Skulptur des guten Hirten steht im Altarraum hinter dem Altar und ist 7,15 m und zusammen mit dem Postament sogar 9,15 m hoch und wiegt 30 Tonnen. Das Innere der Kirche wurde als menschlicher Lebensweg gestaltet.

Adresse: Hallerova aleja bb
Telefon: Pfarramt in V. Gortana 53: +385 42 332 015

Gottesdienst: sonntags: 8:00; 10:00; 18:00 (im Sommer- 19:00);

Orthodoxe Kirche

Im Jahre 1884 wurde die Varaždiner orthodoxe Kirche auf Anregung des Gespans Utješinović und des Bürgermeisters Vrabčević mit Spenden von Bischof Strossmayer, Metel Ožegović, Varaždiner Katholiken und angesehenen Kroaten in nur drei Monaten errichtet. Sie wurde im Stil des Historizismus gebaut und mit wertvollem Inventar eingerichtet, das von der Zagreber orthodoxen Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde.

Adresse: Trg bana Jelačića 19

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